Ansichten eines Brain(s)

... na, wer hat die Anspielung auf H. Bölls Werk nicht erkannt?

Hier soll keine literarische Ecke entstehen, vielmehr werde ich auf dieser Seite ab und zu ein paar Gedanken, oder einfach Dinge, die einem durch den Kopf gehen, loswerden: ein paar Ansichten eben.

Brain über ...

Archäologie: Fand ich schon immer absolut interessant. Ich hatte sogar einmal überlegt (da ich ja auch ein kleiner Geschichtsfreak bin) etwas in die Richtung zu studieren, aber ... man sieht ja heute, welche Wahl ich getroffen haben. - Alte Ruinen auszugraben und durch Fundstücke (deren Alter man heutzutage fast genau bestimmen kann) mehr über das Leben unserer Vorfahren herauszufinden, ist eine Sache, die mich einfach fasziniert.

Brain: Ich denke, man kann mit ihm auskommen.

Coach: Ich habe schon viele Menschen kennen gelernt, aber keiner hat sich mir so ins Gehirn - ins Brain - gebrannt, wie Sir Indescribable Coach.

Darum: Das wohl am häufigsten benutzte Wort von jungen (genervten) Eltern beim Beantworten von Fragen ihrer wissbegierigen Kinder, die ihrerseits die Welt entdeckend mit einem kurzen "Warum?" den Ball ziemlich schnell zurückspielen.

Glücksspiele: Es fällt mir schwer, an mein "Glück" zu glauben, wenn ich weiß, dass die Chance beim Lotto 1 zu 13.983.816 ist. (bin eben Mathe-Student)

Humor: Lachen ist bekanntlich gesund. Deshalb verbringe ich auch gerne viel Zeit mit dem Coach, da ist der Tagesbedarf schnell gedeckt ...

Mathematik: Sicherlich ist es utopisch, zu glauben, man kann eines Tages die ganze Mathematik verstehen. (Manches ist ja wirklich zu abstrakt) Man denkt, das Wissen, was man in 12 Schuljahren vermittelt bekommt, ist die ganze Wahrheit! Man denkt immer, man kann Mathe!? Doch welch ein Trugschluss! Jetzt, wo ich angefangen habe, zu studieren, vergleiche ich das Wissen über die Mathematik (welches ja jeden Tag wächst!) so ein bisschen mit einem Marathonlauf: Es gibt "nur" ein Problem - ich lerne gerade erst das Laufen!

Religion: Die christliche Erziehung hat mich schon geprägt. Ich bin auch fest davon überzeugt, dass die 10 Gebote kein schlechter Ratgeber sind.

Zukunft: Ich würde gerne einmal wissen, wie die Welt in 100 Jahren aussieht! Terror oder Weltfrieden? Ich bin gespannt, ob wir (oder besser unsere Nachfahren) dann die Städte in den Himmel bauen.

Etwas Bekanntes, was zweifelsohne in diese Rubrik gehört:

Seien im folgenden A und B zwei Individuen, und sei vorausgesetzt: B habe ein Problem.

Wenn A B davon überzeugen kann, daß sein Problem nichtig und einfach zu lösen ist, obwohl B schon verschiedenes probiert hat, ist A ein ... BESSERWISSER.

Wenn A B davon überzeugen kann, daß B und nur B daß Problem selbst lösen kann, ist A ein ... MOTIVATOR.

Wenn A B davon überzeugen kann, daß das Problem unlösbar und lebensbedrohlich ist, ist A ein ... ANSTIFTER ZUM SELBSTMORD.

Wenn A B davon überzeugen kann, daß B A davon überzeugen kann, daß B ein Problem hat, ist A ein ... VERDREHER DER TATSACHEN.

Wenn A B davon überzeugen kann, daß nicht B, sondern A ein Problem, und zwar ein viel größeres Problem hat, ist A ... NICHT ZU BENEIDEN.

Wenn A B davon überzeugen kann, ... ist A ein ÜBERZEUGUNGSTÄTER.

Wenn A B davon überzeugen kann, daß das Problem nach dem Gespräch gelöst ist, dann ist A ... DAS PROBLEM.

Wer kennt ihn nicht, den berühmten Ausspruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte?

Nichtsdestotrotz finde ich, daß Zitate und Aphorismen (also das gesprochene bzw. geschriebene Wort) sehr aussagekräftig sein können. Viele sind sehr tiefgründig, andere sind (oder machen) nachdenklich, wieder andere sind einfach nur witzig.

Deshalb hier eine kleine Auswahl:

Auch Schlafen ist eine Form der Kritik, vor allem im Theater. (George Bernhard Shaw, irischer Dramatiker, 1856-1950)

Die beste Informationsquelle sind Leute, die versprochen haben, nichts weiterzuerzählen. (Marcel Mart, franz. Schriftsteller, *1948)

Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten. (Oscar Wilde, engl. Schriftsteller, 1854-1900)

Das größte Vergnügen aller Geizhälse besteht darin, sich ein Vergnügen zu versagen. (Gottfried Benn, dt. Lyriker, 1886-1956)

Der Bart als Geschlechtszeichen mitten im Gesicht ist obszön. Daher gefällt er den Weibern. (Arthur Schopenhauer, dt. Philosoph 1788-1860)

Wer zugibt, daß er feige ist, hat Mut. (Fernandel, frz. Schauspieler, 1903-1971)

Diplomatie ist die Kunst, mit hundert Worten zu verschweigen, was man mit einem einzigen Wort sagen könnte. (Saint-John Perse, frz. Lyriker u. Diplomat, 1887 -1975)

Wir leben alle unter demselben Himmel, aber wir haben nicht alle denselben Horizont. (Konrad Adenauer, dt. Bundeskanzler, 1876-1967)

Zum Seitenanfang