Klaus-Dieter Fenske zum 60. Geburtstag

Klaus Dieter Fenske (r.) zusammen mit dem Löberitzer Spitzenspieler Holger Pröhl und der jetzigen Lettischen Finanzministerin und Schachgroßmeisterin Dana Reiznieze-Ozola Nach dem großen Vereins-Crash des SV Wolfen-Nord im Jahre 2003 gehörte Klaus-Dieter Fenske zu denen, die bei der Schachgemeinschaft 1871 Löberitz eine neue schachliche Heimat gesucht, gefunden und diesem Verein bis zum heutigen Tag die Treue gehalten haben.
Er gehörte nicht zu den (damals) jungen "Wilden", die den Ehrgeiz hatten mit dem sich bildenden Traum-Team Löberitz I die Landesliga zu gewinnen und damit den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen und für eine Saison sogar auf den Brettern der 2. Bundesliga harte Kämpfe auszufechten. Was ja auch klappte!

Nein, er gehörte zu der nicht ganz so erfolgsambitionierten, doch dafür umso bodenständigeren Gruppe. In seinem Windschatten für einige Jahre immer sein alter Kampfgefährte Dr. Reinhard Liesigk.
Für unseren Verein war und ist der im benachbarten Thalheim beheimatete diplomierte Chemiker eine enorme Bereicherung: Als Spieler und vor allem als Mannschaftskapitän der III. Löberitz Vertretung. Dabei war und ist er sehr erfolgreich. In 140 Spielen erreichte er 83,0 Punkte. Bei 47 Siegen, 72 Punkteteilungen und nur 21 Niederlagen entspricht das 59,29 %.
Das erste Spiel bestritt er am 27. September 2003 mit einem Auswärtsremis gegen die Schachfreunde Bad Schmiedeberg. Und wie das Schicksal manchmal so seine eigenen Geschichten schreibt, waren am Sonntag dem 19. März 2017, in seinem 140. Spiel die Bad Schmiedeberger wieder unsere Gegner. Dieses Mal zu Hause. Und wieder stemmte sich Klaus-Dieter mit einem Remis gegen die mannschaftliche Niederlage.

Hervorzuheben ist auch seine mit preußischem Pflichtbewusstsein an den Tag gelegte Teilnahme an den Vereinsturnieren, wie den jährlich stattfindenden Löberitzer Schachmeisterschaften, Monatsblitzturnieren, Franz-Ohme-Gedenkturnieren und natürlich auch den Löberitzer Schachtagen. Dabei erspielte er sich ausnahmslos Spitzenplätze.

Am Trainingsabend betritt er genau 18.30 Uhr das Spiellokal. Sollte seine Ankunftszeit davon etwas abweichen, so muss die Uhr im Schachclub nachgestellt werden. Wird aber am Freitag im Fernsehen eine Fußball-Bundesliga-Übertragung mit Beteiligung des FC Bayern München ausgestrahlt, dann wird es für ihn Zeit pünktlich Richtung Heimat aufzubrechen.

Klaus-Dieter Fenske ist verheiratet, Vater zweier erwachsener Töchter und ist als Laborleiter bei der Wolfener Analytik GmbH in Bitterfeld tätig. Das Studium und auch die Arbeit war es auch, die das Ehepaar Fenske in das damals pulsierende mitteldeutsche Industriegebiet führte. Seinem Wirken ist es auch zu verdanken, dass die Region als Chemiestandort nicht gänzlich untergegangen ist und dass es nach dem "Wendeschock" wieder aufwärts geht.

Nun es gibt auch Irritationen. Viele der neuen Löberitzer Spieler haben ihn und seine umsichtige Mannschaftsführung wohl noch nicht so richtig kennengelernt. Denn da spricht man mal vom Klaus und mal vom Dieter. Doch was wäre H2O ohne ein H oder ohne ein O? Das macht sogar jeden Nichtchemiker stutzig und nachdenklich. Die Formel KDF sollte dagegen eindeutig sein. Nun ja, zugegeben, ganz so eindeutig ist sie auch nicht.

Er sieht das nicht so problematisch. Hier kommt ihm seine philosophische Lebensauffassung zu Hilfe, denn seinem Leitspruch "Es ist ja alles nur ein Spiel!"© ist wenig hinzuzufügen. Der Dalai Lama könnte es vielleicht, doch ob der das macht? Man weiß es nicht.

Am Donnerstag, dem 23. März ist es nun soweit: Klaus-Dieter wird 60. Dabei hat er sich in den letzten zwanzig Jahren kaum verändert.

Lieber Klaus-Dieter, herzlichen Glückwunsch zu Deinem Ehrentag und Dir im Kreise Deiner Familie alles erdenklich Gute. Für die Zukunft wünschen Dir Deine Löberitzer Schachfreunde viel Spaß und Entspannung beim Schach. Mögen Dir mit Deiner Lieblingsfigur, dem Springer, noch oft tolle Züge gelingen. Du musst die Rösser ja nicht unbedingt gegen uns zum Einsatz bringen. In diesem Sinne:
"Ad multos annos!" "Auf viele Jahre!"

Konrad

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