Deutscher Mannschaftspokal SG 1871 Löberitz - SC Rotation Pankow 2:2 (4,5:5,5)

Berliner Wertung – Und das in der Hauptstadt!

Brain auf der besseren Seite vom Remis gegen Lars Als Zweiter des Landesfinals durften wir wieder einmal ins Abenteuer Deutscher Pokal eintauchen, nach einigen Jahren hieß der Erstrundgegner wieder einmal Rotation Pankow, ehemals Rotation Berlin. Weuni, Normi, Ralf Mohrmann und ich hatten uns anno 2000 – gerade noch mit lecker Broiler ausgestattet – eine 0:4-Klatsche mit Wolfen-Nord abgeholt.
Sollten wir also vor dem Spiel noch etwas Zeit haben, wollten wir uns zweimal überlegen, welche (Henkers-) Mahlzeit wir zu uns nehmen!
Ich war mit FM Harald aus Dessau angereist - Konrads Berlin-Stadtplan im Gepäck (Danke nochmal!) - in der Hauptstadt leisteten wir uns ein kleines U, schon waren wir in Stadtteilen, die "nie ein Mensch zuvor gesehen hat". Am Spiellokal angekommen schnell den Riker angerufen, der hatte sich mit Franzi (die sich die Zeit des Matches mit Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie vertrieb, mmh) und Normi den Griechen um die Ecke ausgesucht, um an den Hähnchenkeulen vorbeizukommen.
Mal wieder Asymmetrie bei Normi vs. Detlef Boetzer Leider hatten wir keine wirkliche Zeit, (Außer FM Harald, der sie sich einfach nahm!) und so musste ich einen Teller Tsatsiki mit Schafskäse in mich hineinschaufeln - und ja, es war gar nicht so schlecht.
Normi war schon vorgegangen, um unsere Mannschaftsaufstellung abzugeben. Interessanterweise sollte sie davon abhängen, wer vor Ort anzutreffen war. Da unser Normi über eine phantastisches Namen- und Gesichterkenntnis verfügt (*hust*), wurde intuitiv richtig!? geraten.
Die Flügelzange bildeten mit den schwarzen Steinen Riker an 4 und ich an 1. FM Harald traf an 2 auf einen alten Bekannten, Normi sollte alsbald die nett anzusehende Gleichverteilung an Material vor dem ersten Zug außer Fugen gebracht haben - ich glaube, in seinem Wortschatz existiert das Wort Symmetrie nicht!
Das Spiel ließ sich zunächst ruhig an, bis auf Brett 3 versteht sich. Seit geraumer Zeit verbiete ich mir Einschätzungen Normis Stellungen betreffend, und warte einfach ab, bis er fertig ist – ich weiß nur, dass ich diese Stellungen nicht spielen kann und möchte.
FM Harald stand solide, ein Turm war bereits getauscht, Riker wurde auch nicht angefallen, ich konnte relativ schnell ausgleichen.
Nach dem Match: Mit Helena und Eric in der Heide Nach 3 Tafeln Mini-Ritter-Sport (zweimal Marzipan, einmal Joghurt) und einem Hustenbonbon reiften erste Entscheidungen heran. An 2 konnte FM Harald eine Figur einstreichen, musste sich dafür aber von jeder Menge Bauern verabschieden, mir gefiel die Stellung nicht so recht. Riker stand etwas (aber nur etwas) unter Druck, die Remisbreite war aber keinesfalls überschritten. Als dann Normis Brett verschwunden war (er hatte in der Eröffnung seinen Ta1 gegeben und wenig später spielte er mit S+L gegen T und etwa der Anzahl von Bauern, die auch FM Harald fehlten -> sollte es Zusammenhänge geben?), rechnete ich damit, dass die Freibauern seines Gegenüber das Rennen gemacht hatten. Und wie so oft bestätigte ein Blick ins Ergebnisprotokoll meine Fehleinschätzung ;-) Wir führten! Hey, dachte ich mir, dann müssen FM Harald und ich bloß einen Punkt zusammenschnorren, dann passt das schon – gegebenenfalls könnte Riker etwas beisteuern ;-)
Nach dem Pokaltag: Mildes November-Open-Air-Frühstück Wenig später versandete meine Partie im Remis, ein Blick auf FM Haralds Stellung ließ mich zunächst noch hoffen, ich hätte wohl aber auch hier genauer hinsehen müssen, um die Aussichtslosigkeit unseres Mannes zu erkennen. Damit musste Riker gewinnen. Sein Gegner ließ aber keinen Zweifel an der Tatsache, dass er maximal einer Teilung des Punktes zustimmt. Ein Dauerschach war die logische Folge ;-) Damit waren wir trotz des Unentschiedens nicht mehr im Wettbewerb. Ist ja auch Ironie des Schicksals, dass die BERLINER Wertung zählt.
Während FM Harald auf der Rückfahrt alle goldenen Ms links bzw. rechts liegen ließ und ich über Dessau noch ins heimische Prettin fuhr, machten sich die drei Übriggebliebenen einen netten Abend und besuchten am Sonntag eine Ausstellung.

Bis zum nächsten Broiler, Brain

  SG 1871 Löberitz SC Rotation Pankow 2:2 (4,5:5,5)
1 Schuster, Martin Neumeier, Lars ½
2 FM Matthey, Harald FM Seils, Jörg 0-1
3 Schütze, Norman Boetzer, Detlef 1-0
4 Schäfer, Reyk Steinhagen, Bernd ½

Was sonst noch so passierte ...

Franzi, Eff und Flashi im Heiligen Römischen Reich ... einmal in Berlin unterwegs hatten wir uns noch das eine oder andere vorgenommen ... Schachlich kommt jetzt (fast) nichts mehr, dafür einiges für Insider. Man möge sich also gut überlegen, ob man weiterliest.
Von Pankow dank des neu ernannten besten Beifahrers Deutschlands sicher Berlin gequert gen Brix, Neukölln und Kreuzberg mit ca. zwei Sportbars je Einwohner, aber wenig zweckdienlichen Kneipen durchstreift, mit Eric und Helena Studienneuigkeiten ausgetauscht und Magdeburger Erinnerungen heraufbeschworen, doch noch kneipenfündig geworden, neue Kuhhandeljünger gewonnen und vom kleinen Friedrich anderntags charmant geweckt führte der Weg am Sonntag ins Deutsche Historische Museum. Teil I im Kulturhistorischen Museum wurde durch die Ausstellungsaktivisten Franzi, Flash und Normi begonnen und fand nun in der Hauptstadt – erweitert durch die Neulinge Effi und Riker – seinen Abschluss. " Eff und Flashi " (Franzis neueste, vielleicht unfreiwillige Kreation) stießen aus Magdeburg (und zuvor vom erfolgreichen Pokaleinsatz in Bad Salzdetfurth) per Zug zu uns. In den Ausstellungsräumlichkeiten wurde u. a. die Vorgeschichte zum Spiel des Jahres "Thurn und Taxis" erklärt. Um jetzt, Nudel, Maiki, Coach und Volker (ein echter Sigmaringer!) den Bogen zu Freitag zu schließen: Wenn man, liebe Nudel, mehr als Remis wollte, hätte man an unserer Stelle in der letzten Runde nicht fertig machen dürfen, sondern auf Verlängerungs- und Sechserbonus spielen sollen. Aber wer will schon Ausstellungsveteran Normi alles durchrechnen und wer hat letztlich was gegen die Punkteteilung einzuwenden, zumal es bei diesem schönen Spiel keine Berliner Wertung, sondern zwei Sieger gibt ...
Unterdessen verlief der Sonntag auch für Erics Baumschulenweg-Team trotz nächtlicher Bus-Odyssee erfolgreich. Eric konnte einen wichtigen Sieg zum 4,5-Sieg über Tempelhof III beisteuern.

c. r.

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