10. Spieltag: SG Leipzig I - SG 1871 Löberitz 2,5:5,5

panem et circenses

Team 1 beim Saisonfinale im Kreuzvorwerk Es ist wieder Wochenende und da gibt es zur Belustigung des Pöbels natürlich Brot und Spiele. Diesmal lädt die Händelstadt zu diesem Festakt ein. Berühmt für ihr Salz, hält die Perle an der Saale es auch reichlich bereit um es in etwaige Wunden zu streuen. Eingeladen wurden diesmal Streiter "aus der Metropolregion Halle/Leipzig und Löberitz" (Wanze).
Unsere Mittelachse Ja, selbst die Metropolregion Löberitz schickt ihre Gladiatoren bei bestem Wetter in die Arena. Auf- und Abstieg ist an solch einem Tag doch egal, das Publikum fordert Blut und heute ist man hier auch zum Kämpfen zum Schach spielen angereist.
Kurzremis sind verpönt, möge der Bessere gewinnen. Auf der Jagd nach Punkten, Ruhm und Ehre für den USV auch wieder dabei: Michael Becker. Chapeau.
Beim Waffengang der Besten aus der Metropole Leipzig (580 Tsd. Einw.) und Löberitz (1 Tsd. Einw.) spricht die Aufstellung der Kämpen für die SG Leipzig, der Saisonverlauf aber für Löberitz. Die Auguren sprachen von 50:50 und wollten keine Prognose abgeben, wer am Ende im Sand der Arena liegen bleiben wird.

Ludi incipiant

Brot, Salz und mehr beim Italiener Zum Auftakt etwas leichte Kost. Nachdem Robert an Brett 8 ohne Probleme mit Schwarz Ausgleich erreicht hatte, einigte man sich nach 2h auf ein Remis. Hier hatte man wohl eher Lust auf Brot anstatt auf Spiele.
Brett 2 sah auch keinen richtigen Kampf. Der Streiter auf Löberitzer Seite kannte sich in der Schottischen Partie einfach besser aus und konnte einen recht ungefährdeten Schwarzsieg einfahren. Glanzpartie.

Biergartenwetter Es folgte ein ausgekämpftes Remis von Sebi. Er kam sehr gut aus de Eröffnung, aber zum Gewinn, trotz meines Optimismus, sollte es nicht reichen.
Die einzige Gladiatorin bekam natürlich den Platz an der Sonne und spielte am Spitzenbrett. Hier wurde in der Eröffnung ein Bauer verhaftet, aber die dadurch angestachelten gegnerischen Kräfte kamen groß auf und wiesen etwas, was man gemeinhin Kompensation nennt, nach. Da aus unserer Sicht zu diesem Zeitpunkt kein Nahkampf mit ungewissen Ausgang nötig war, wurde das Remisgebot akzeptiert.
Unser Haudegen "Cerebrum Maximus" mag es gerne konträr: Steht er schlecht, gewinnt er, steht er gut, so wird es nichts. Heute stand er mal wieder superb! Von mir schon innerlich abgehakt, erwies sich die Haut des Bären als sehr fest sitzend, sodass man sich letztlich friedlich einigte.

Cerebrum Maximus An 3 ergab sich das übliche Bild dieser Saison. Ein total uninspirierter Weißaufschlag meinerseits ist ja bekannt, aber Schwarz im Damengambit alles geben, was er will, muss auch nicht sein. Als dann noch ein schwarzer Springer auf f3 auftauchte und sich dort, trotz eines Bauern auf g2, pudelwohl fühlte, machte sich Unruhe im Löberitzer Lager breit. Der Druck hätte auch weiter aufrecht gehalten werden können, aber eine kleine Ungenauigkeit erlaubte einen Generalabtausch und als mein Läufer von e1 dann auch noch auf c7 auftauchte, wurde die Friedenspfeife geraucht. Es ist so eine Sache mit der Bärenhaut.

Waiting ... Was wollen eigentlich die Fans? Hauen und Stechen wollen die Fans! Wo bekommt man sowas? Bei Nicolas! Der Nikolaus verteilt ja bekanntlichermaßen gerne Geschenke und so ließ sich Nico auch nicht lumpen und stellte (Nico: "Geopfert!") mal eine ganze Figur ein! Manch andere hätte den Kampf verloren gegeben, aber hier wurde weiter gerungen. Und im Sinne, die Partie schön zu beenden, griff Hoffi fehl, die Figur war zurück und die mittels des Einstellers (Nico: "Opfer!") produzierte Bauernschwäche erweist sich als tödlich für Weiß im Bauernendspiel.
Morituri te salutant! Großes Ding!

Der Kampf ist gewonnen, die Spiele aber sind noch nicht vorbei. Einer der mächtigsten Streiter Sachsen-Anhalts zeigte seine ganze Klasse. Nach schnellem Ausgleich mittels 2...b5 wurde ein besseres Schwerfigurenendspiel souverän abgetragen. Hail to the chief!

Gladiatorin & Gladiator Der Nebel lichtet sich, die Verwundeten werden aus der Arena getragen und man stellt etwas verwundert fest, dass es ein 5,5:2,5 gegen die zu Anfang der Saison als Aufstiegskandidaten gehandelte Leipziger gab. Der Trend war diesmal wieder besser als die schnöden Zahlen. Die Gladiatoren der Metropolregion Löberitz zogen geschafft, aber glücklich von dannen. Manche zog es zu selbstgemachter Linsensuppe, manche ins Theater und manche an den Tresen. Ach ja, das Salz musste nicht für Wunden, sondern konnte sehr gut für Linsensuppe verwendet werden.

Schindli

  SG Leipzig I SG 1871 Löberitz 2,5:5,5
1 IM Langrock, Hannes WGM Reizniece-Ozola, Dana ½
2 Richter, Leonhard Schütze, Norman 0-1
3 FM Böhnisch, Manfred Schindler, Christian ½
4 FM Rausch, Stephan Pröhl, Holger 0-1
5 FM Liedtke, Matthias Pallas, Sebastian ½
6 FM Hoffmann, Hendrik Niegsch, Nicolas 0-1
7 Schultz, Andreas Schuster, Martin ½
8 Heistermann, Till Stein, Robert ½

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