3. Spieltag: SG 1871 Löberitz II Reideburger SV 5:3

Alles grün, mal ein geschmeidig rundes Wochenende

Herbst Pünktlich um 4 Uhr 40 klingelte der erste Wecker, drei Minuten später folgte der erhoffte Weckruf von den Bahamas und um 4 Uhr 50 schließlich schaltete sich auch noch der zweite Wecker, der mit den besonders fiesen Tönen, in das Rüttelüprozedere ein. Danach lief alles wie am Schnürchen. Die Reise in das Land der ehemaligen Frühaufsteher entließ mich zeitig zum dritten Frühstücksversuch nach Dölau, nebst anschließendem herbstimpressionistischen Mollywaldspaziergang zur Himmelsleiter.
HFC plus 2 Eine Suppen- und Tiramisuumdrehung weiter rief dann erstmals der HFC in sein Geviert. Bei frösteliger Witterung nahm es mit plus 2 sehenswerten Treffern ein gutes Ende. Auch die anschließenden Zusammenfassungen im TV zeitigten immerfort dasselbe Ergebnis, es änderte sich nicht mehr und stand auch anderntags unvermindert fest. Nach dem Abendbrot noch rudimentäre Vorbereitung, Männertee und Feierabend; der längste Samstag seit langem.

Trinkfeste Nachbarn ... Der Sonnenaufgang des Sonntagmorgens geriet allerliebst. Der Bodennebel lud zur Flurbegehung, welche jedoch imaginär bleiben musste. Eine Bodenverwehung hätten wir uns dann angesichts des wüsten Anblicks vor dem Klubeingang gewünscht; die benachbarten Fußballer hatten ganz offensichtlich ihr Gelage der Nacht nicht mehr im Griff gehabt. Geschwind die Optik verbessert, Uhren gestellt, Kaffee gekocht, den Pallas'schen Kuchenstich drapiert, Mannschaftskameraden und Spielgegner zum Dorfwettbewerb begrüßt und los ging's!
Zunächst ohne zwei, Stefan, mit Elina im Schlepptau, hatte sich im steten Wechsel zwischen I. und II. mit dem Spiellokal vertan, nahmen wir es mit der Reideburger Nachwuchsstaffel auf.

Vs. Reideburg Münzi bastelte sein Grünfeld mit Da5 zum Buntfeld und geriet in heftige Turbulenzen am unhaltbaren Damenflügel, welchen Uwe dann abzutragen wusste. Diese einzige Partie im direkten Blickfeld ließ mich ordentlich mitleiden. Löwenmut im Vogelkäfig.

Bei Frido, gedanklich schon mal Teilzeitostfriese, ging es irgendwie von Damenindisch zum Katalanen, bis Ingmar den d4 stehen ließ und kurz darauf noch einen weiteren Bauern wegparkte und Frido so in typischer Manier den ganzen Punkt einfahren durfte. Cool.

Unterhaus mit Joker ML Christian verlopferte im Sizilianer seinen a-Bauern, konnte die Stellung hernach aber wieder konsolidieren, ließ den Rückgewinn über das nette taktische Motiv Lxh5, mit unwiderstehlichem Königsangriff bei Annahme, aus, und gab schließlich eine Figur um das Remis zu sichern. Kämpferherz.

Marvin vergaß im Spanier c3 und so bekam Schwarz eine bequeme Stellung. Mit f6 übersah Elina dann wohl Sc6, wonach die Dame zum Remis ausgeschaukelt wurde, anstelle mit Sb4 einfach eingesammelt zu werden. Vielleicht noch ein olympischer Bonus, puh.

Partieeingabewetter Unser Prof Stefan stand gut, versäumte aber vor dem Nehmen auf a6 noch Tb1 einzustreuen und übersah schwarzes Lb2, wonach der Läufer wegen Dc1 mit Turmverlust nicht zu nehmen war. Mit dem psychologischen Nachteil ging es dann gegen den Minusfreibauern dahin. Sehr schade.

Reyks Gegner spielte b5 statt a5 und gewährte so Schwarz eine sehr bequeme Stellung und in weißer Zeitnot, nachdem die h-Linie nicht zu erobern war, ging eine Figur verloren, was unser rechtzeitiger Rückkehrer aus Pilsen gewohnt sicher abtrug. Souverän.

Analysen Joey verhaspelte seinen Katalanen etwas, konsolidierte dann aber und profitierte im Endspiel von einem klassischen Grundreihenmotiv. Malteser.

Mir selbst gelang ein leichtes Wohlgefühl aus der Eröffnung, dann aber ließ ich das Hauptmotiv f4 wiederholt aus, wonach die Partie endgültig in die sichere Remisbreite zurückdriftete. Erst im Endspiel vergaloppierte sich Schwarz sprichwörtlich und geriet damit in eine zu passive Stellung, wo mit einem Qualitätseinsteller in Zeitnot der Partiebeendigungsbeschleuniger gefunden wurde.

Alles grün, alles rund Summa summarum stand somit das als unbedingt benötigt ausgerufene plus 2 verdient zu Buche, was uns zwar leider etwas dezimiert, aber sichtbar erleichtert im Rödgener Apatschengrill die Mahlzeiten munden ließ. Damit war auch später die um eine Stunde verzögerte Rückschwebe leicht zu verkraften, Aufschlag am Türschloss 2330. Zudem schrieb es sich mit einem Päckchen Mannschafts-Hallorenkugeln in der Tasche einfach noch eine Spur süßer. Alles rund also.

Mikly

  SG 1871 Löberitz II Reideburger SV 5:3
1 Mertens, Fridolin Oltmanns, Ingmar 1-0
2 Kalkhof, Stefan Post, Hugo 0-1
3 Otikova, Elina Henning, Marvin ½
4 Böhm, Christian Dietz, Florian ½
5 Schäfer, Reyk Schmidt, Thomas 1-0
6 Deutsch, Joey Hundrieser, Malte 1-0
7 Münzberg, Stephan Hentschel, Uwe 0-1
8 Klyszcz, Michael Schlosser, Justin 1-0

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