8. Runde: SG 1871 Löberitz - SC Kreuzberg 2:6
Das letzte Oberliga-Wochenende der Saison führte uns wie schon in der Einzelrunde zu unserem Reisepartner nach Leipzig. Die Ausgangslage war sowohl klar als auch kritisch: Durch den Abstieg von Aue und Magdeburg aus der 2.Bundesliga wurden aus 2 regulären Absteigern 4 und somit wurde ein Sieg gegen Kreuzberg am Samstag zur Notwendigkeit, um noch Chancen auf den Klassenerhalt zu haben.
In Roberts Partie wurde Italienisch diskutiert. Robert tauschte früh seinen weißfeldrigen Läufer und verpasste seinem Gegner einen Doppelbauern auf der c-Linie. Den weißfeldrigen Läufer sollte Schwarz in näherer Zukunft allerdings schmerzlich vermissen. Die weißen Springer übernahmen und dominierten auf eben jenen weißen Feldern die Stellung. Weiß investierte eine Qualität, um seinen Angriff weiter zu verstärken. Gerade als Weiß sich einen gewinnbringenden Vorteil erspielt hatte, entschied er sich für das sichere Dauerschach, wodurch die Partie abrupt remis endete.
Bei Alex entstand nach 1.Sf3 ein Maroczy mit vertauschten Farben auf dem Brett. Sein Gegner fand im Mittelspiel die besseren Ideen und konnte sich taktisch eine Mehrqualität sichern, die er souverän verwertete.
Ihr Berichterstatter wählte im Damengambit nicht die besten Pläne und landete in einem schlechten Endspiel mit Isolani. Mein Gegner entschied sich glücklicherweise nicht für die langsame strategische Verwertung, sondern für eine konkrete taktische Variante. Da diese jedoch nicht funktionierte, verflachte die Stellung schnell zu einem ausgeglichenen Turmendspiel, welches Remis endete.
Jann entschied sich für die Vorstoßvariante im Franzosen, die aber recht zügig in die Tarrasch-Variante überging. Sein Gegner, Stratov, traf im Mittelspiel die besseren Entscheidungen und landete in einem für ihn vorteilhaften Endspiel, welches Jann leider nicht halten konnte.
Hugo bekam bei seiner Partie leider keinen Fuß in die Tür. Sein Gegner spielte schnell und taktisch, provozierte früh schwarze Bauernschwächen und gewann schlussendlich eine Qualität. Mit diesem materiellen Nachteil musste Hugo bald die Waffen strecken.
Normi konnte in einem Franzosen zügig eine Qualität gewinnen. Allerdings gelang es Schwarz zunehmend, mehr Kompensation für das eben geopferte Material nachzuweisen und einen materiellen Vorteil mit 2 Figuren + 2 Bauern gegen Turm zu erzielen. Normi kämpfte noch lange im später entstandenen Damenendspiel, konnte die Niederlage aber nicht mehr abwenden.
Böhmi durfte sich gegen Reti versuchen und machte seine Sache zunächst gut. An der kritischen Stelle entschied sich unser Mann leider gegen den direkten Damentausch und musste nach einigen präzisen Zügen seines Gegners die Damen in bereits schwieriger Stellung vom Brett nehmen. Das entstandene Turmendspiel mit Minusbauer konnte Böhmi letztlich noch zusammenhalten und so einigte man sich hier auf Remis.
Frido setzte seinen Gegner in einem Sizilianer von Beginn an unter Druck. Alles, was zur Verfügung stand, wurde in den direkten Angriff gegen den schwarzen König investiert. Optisch drohte die schwarze Stellung jeden Zug unterzugehen, aber sein Gegner rechnete gut, sorgte für entscheidendes Gegenspiel auf der 2. Reihe und sicherte mit seiner Dame seinen schwachen König weißfeldrig ab. Frido blieb schlussendlich nichts anderes als der Abtausch der Türme übrig. Im entstandenen Damen-Springer-Endspiel wurde bald Remis durch Dauerschach vereinbart.
Somit steht abschließend eine verdiente 2-6 Niederlage, die den Abstieg besiegelt.
Nichtsdestotrotz wurde der Blick beim gemeinsamen Abendessen bereits auf Sonntag gerichtet, um die Saison mit einem versöhnlichen Abschluss zu beenden.
Sebi
| SG 1871 Löberitz | SC Kreuzberg | 2:6 | |
|---|---|---|---|
| 1 | FM Stein, Robert | FM Moritz, Aron | ½ |
| 2 | FM Kitze, Alexander | FM Dathe, Frederick | 0-1 |
| 3 | Pallas, Sebastian | CM Matthes, Aaron | ½ |
| 4 | CM Tiark, Jann-Christian | Strache, Michael | 0-1 |
| 5 | Post, Hugo | FM Mätzkow, Maximilian Paul | 0-1 |
| 6 | Schütze, Norman | CM Vogel, Constantin | 0-1 |
| 7 | Böhm, Christian | Geldner, Gerrit | ½ |
| 8 | Mertens, Fridolin | Held, Fredrik Momme | ½ |
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