1. Spieltag: SG 1871 Löberitz - SK Dessau '93 6:2

Codename: Saisonauftakt

Reichhaltiges Rosenburg-Angebot Das erste Punktspielwochenende der Saison bietet sich traditionell zum Wiedersehen nach der Sommerpause, gemeinsam Zeit verbringen, vorbereiten, spielen und anderen angenehmen Dingen an.

Reyks erster Plan mit Minigolf am Biergarten fiel leider der Wettervorhersage zum Opfer. Plan B war aber auf Augenhöhe, regensicher und mit großartigem kulinarischen Angebot.
Wir trafen uns am Samstagnachmittag in der "Rosenburg", die mit "exquisiter Schokotorte" und anderen Tartes und Kuchen lockt. Zum Kräftetanken vor den geplanten Ballspielen (auch der an diesem Wochenende von Reyk in Sachsen-Anhalts Shopping-Metropole erworbene Basketball sollte ausprobiert werden ...) wurden reihum die verschiedenen Backwerke probiert und einstimmig für sehr gut befunden.

Codename: Saisonauftakt Leider machte der einsetzende Regen dem Außensport auch hier einen Strich durch die Rechnung, aber mit dem immer gut gefüllten Spielekoffer von Reyk verging die Zeit wie im Fluge.
Am Abend wechselten wir ins "Spielehaus" und spielten, wie der Name schon sagt, den Abend lang sehr gemütlich und in immer größer werdender Runde bei Schokolade und verschiedenen Getränken.

CB ist Spymaster Übernachtet wurde an verschiedenen Stellen in Halle und so waren wir am Sonntag früh bereit für neue Abenteuer, sprich einen möglichst erfolgreichen Saisonauftakt.
Die I. Mannschaft spielte zuhause gegen ihren Reisepartner, den SK Dessau 93.
Zum Spielbericht selbst übergebe ich das Wort an Christian B., der einen besseren Blick auf die Bretter und den Spielverlauf hatte, da ich mich an meinem eigenen bis zum Ende des Spieltages beschäftigte.

Sebi

Der Platz an der Sonne

Löberitz vs. SK Dessau Es ist mal wieder soweit, die Saison möge beginnen. Wir hatten den Aufsteiger SK Dessau zu Gast und waren nominell an jedem Brett favorisiert, obwohl wir auf Dana und Schindli verzichten mussten. Sie wurden durch Elina und meine Wenigkeit ersetzt. Nachdem beide Teams noch ein Mannschaftsfoto geschossen hatten, begann pünktlich um 10 Uhr das Match.

Nach gut 2 Stunden und 13 Zügen beendete ich bereits meine Partie. Ich spielte gegen Aljechin völlig anspruchslos, ließ einen Doppelbauern und Damentausch zu und fühlte mich schnell unwohl. Das Remisgebot meines Gegners war dann ein unwiderstehliches Angebot.
Danach passierte für längere Zeit nichts, die Partie wurden lange am Laufen gehalten. Holly wurde auch des Öfteren mit einer friedlichen Offerte konfrontiert, entschied sich aber zu spielen. So richtig gab die Stellung aber nix her und nachdem sich eine 3-malige Stellungswiederholung anbahnte, wurde doch die Friedenspfeife geraucht.

Traditionell separiert: Die Bretter 7 + 8 Nico schoss dann die Führung. Simon wählte gegen Holländisch das Staunton-Gambit, obwohl Nico nach seiner Aussage taktisch besser ist als er. Jedenfalls entwickelte sich eine flotte Partie, wo ich schnell nix mehr verstand. Nico entfachte einen Angriff auf den weißen Monarchen und kassierte eine Figur, musste aber auf seinen eigenen Monarchen achtgeben, der sich noch in der Mitte des Schlachtfeldes befand. Nachdem ein banger Moment überstanden wurde, verschwanden die Damen vom Brett. Am Ende überschritt Simon gar die Zeit.
Elina stand bereits nach der Eröffnung, einem Italiener, unangenehm. Ihre Figuren standen etwas planlos in der Gegend herum, während Weiß einen klaren Plan zur Hand hatte. Bauernverlust war die Folge, anschließend verstärkte Weiß seine Stellung immer weiter und konnte in das schwarze Hinterland eindringen. Das ließ sich leider nicht mehr reparieren.

Weiße Schokolade + Granatapfel Robert stellte die Führung aber wieder her. Harald behandelte die Eröffnung originell und stellte nahezu sämtliche Bauern ein Feld nach vorn und platzierte seine restlichen Figuren dahinter. Als sich die Stellung öffnete, machte sich der Platzmangel aber bemerkbar und Robert tütete eine Qualle ein. Beide befanden sich in hoher Zeitnot, Robert behielt aber den besseren Überblick und erbeutete entscheidend Material.
Bei Normi war nach einem königsindischem Angriff ein nahezu ausgeglichenes Endspiel entstanden. Unser Kapitän hatte zwar leichten optischen Vorteil, ein Durchbruch war aber nicht in Sicht. Durch bloßes Stillhalten wäre es wahrscheinlich auch remis gewesen, Weiß wollte es aber forcieren und wickelte zielsicher in ein Bauernendspiel ab. Was total verloren für ihn war. Kneten wird manchmal eben doch belohnt.

Nico hilft der II. bei der Vorbereitung Auf Brains Brett war nach einem Caro-Kann eine interessante Position entstanden, Weiß rochierte kurz, Schwarz lang. Brain konnte zwar das Läuferpaar für sich beanspruchen, Schwarz schien dieses aber im Zaun halten zu können und schien bei seinem Angriff eher zur Sache kommen zu können. Auch nachdem ein Bauer über Bord ging, war die Sache noch unklar. Schwarz war dann aber sehr entgegenkommend und marschierte mit seinem König nach vorne, wo er von der weißen Dame und Läufer empfangen wurde. Da sage noch jemand, Dame und Springer wären ein besseres Duo. Damit waren die zwei Mannschaftspunkte bereits in Löberitzer Hand.

Isle of Skye Sebi gelang es im Mittelspiel einen Bauern zu erobern, und er stand vor der Aufgabe, diesen im Turm+Springer-Endspiel zu verwerten. Technisch äußerst anspruchsvoll, vor allem, wenn man selbst noch an einer Schwäche laboriert und keinen Freibauern hat. Nach und nach machte er aber spürbare Fortschritte und konnte nach knapp 6 Stunden zum Endstand verwandeln. Das war feine Endspielkunst!

Durch das 6:2 sind wir erst mal Spitzenreiter. Was dieser Platz wert ist, wird sich zur ersten Doppelrunde in 3 Wochen zeigen. Dort warten mit Aue und Plauen starke Gegner.

Christian B.

  SG 1871 Löberitz SK Dessau '93 6:2
1 Niegsch, Nicolas Spreng, Simon 1-0
2 Stein, Robert FM Matthey, Harald 1-0
3 Pallas, Sebastian Schubert, Ralf 1-0
4 Pröhl, Holger Erler, Rainer ½
5 Schütze, Norman Leibovich, Iziaslav 1-0
6 Schuster, Martin Ozeran, Volodymyr 1-0
7 Otikova, Elina Schäfer, Sven 0-1
8 Böhm, Christian Schneider, Jens-Erik ½

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