4. Spieltag: SG Leipzig I - SG 1871 Löberitz 3,5:4,5

Aus der Reihe getanzt

Am zweiten Adventsonntag reisten wir nach Leipzig mit dem festen Ziel, den Rückschlag aus der Doppelrunde zu korrigieren.

Der Samstag zuvor wurde für verschiedene Aktivitäten genutzt, Höhepunkte dabei waren ein Vorbereitungsnachmittag bei Brain mit reger Beteiligung oder auch der Besuch einer späten Aufführung in der Oper Leipzig.
So schachlich wie auch kulturell bereichert gingen wir am Sonntag an die Bretter.

Den Anfang machte Holly.
Er schloss mit seinem Gegner nach nur wenigen Zügen Frieden, da er gesundheitlich angeschlagen war.
Nico hatte eine sehr interessante und kreative Variation von Pirc auf dem Brett. Ein paar Züge später war die Stellung allerdings verflacht und Nico sicherte sich durch ein Dauerschach ab.

Robert hatte einen Abtausch-Franzosen auf dem Brett mit heterogenen Rochaden.
Allerdings wurden auch hier ein paar Figuren getauscht, sodass sich die Chancen beider Seiten im Endspiel die Waage hielten. Das bald folgende Remisangebot wurde nach ein paar Minuten Bedenkzeit angenommen.
Schindli geriet aus der Eröffnung heraus ein wenig unter Druck. Schwarz sicherte sich die aktiveren Figuren und stand meines Erachtens am Schluss immer noch angenehmer. Trotzdem wurde hier Remis vereinbart.

Brain spielte Caro-Kann und landete in einem vielleicht minimal schlechteren Endspiel, welches er dann auch souverän remis hielt.
Norman spielte gegen Französisch mit einem Fianchetto und hatte im Mittelspiel durchaus Chancen auf Vorteil gehabt. Danach wurde aber zu viel getauscht und die Stellung verflachte zum Remis. 6 x Remis, wann gab es das zuletzt bei uns?

In meiner Partie sollte es die erste Entscheidung geben.
Mein Gegner spielte Caro-Kann, wogegen ich mich gut vorbereitet hatte. Allerdings verpasste ich es, einen thematischen Zug vorzubereiten, wodurch mein Gegner eine sehr angenehme Stellung erreichte. Ich musste im Mittelspiel einen Bauern geben, um Aktivität entfalten zu können. Statt nun mit dem Mehrbauern weiterzuspielen, entschied sich mein Gegner für einen forcierten Übergang ins Endspiel, wo er einen Turm und 3 Bauern für 2 Figuren hatte.
Er verpasste es jedoch, mein Läuferpaar zu entzweien, sodass er für den Schutz seines Königs wichtiges Material opfern musste, welches ich dann in einen Sieg ummünzen konnte!

In Elinas Partie wurden früh die Damen getauscht. Durch einen cleveren Trick im Endspiel konnte ihr Gegner eine Qualität gewinnen. Diese reichte jedoch nicht zum Gewinn aus, da Elina 2 Bauern unterwegs eingesammelt hatte. Letztendlich spielte sie im Endspiel auf Gewinn, doch nach einem Turmtausch war dies nur noch schwerlich zu realisieren. Remis.
Somit ein knapper, aber wie ich finde souveräner und verdienter Erfolg über die SG Leipzig I. Eine sehr gute geschlossene Mannschaftsleistung, mit der man noch einmal oben angreifen kann.

Sebi

  SG Leipzig I SG 1871 Löberitz 3,5:4,5
1 FM Hoffmann, Hendrik Niegsch, Nicolas ½
2 FM Böhnisch, Manfred Stein, Robert ½
3 FM Rösemann, Rainer Pallas, Sebastian 0-1
4 FM Rausch, Stephan Pröhl, Holger ½
5 Schultz, Andreas Schütze, Norman ½
6 FM Braun, Gottfried Schuster, Martin ½
7 FM Gempe, Thomas Schindler, Christian ½
8 FM Schöneberg, Manfred Otikova, Elina ½

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